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Frostigs Entwicklungstest der visuellen Wahrnehmung (FEW) |
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Testart: Spezifischer Entwicklungstest, visuelle und visuo-motorische Leistungen
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Autor(en): Lockowandt, O. (2000) (9., erg. Aufl.)
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Verlag: Göttingen: Beltz Test
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Erfassungsbereiche:
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Visuo-motorische Koordination, Figur-Grund-Unterscheidung, Aufrechterhaltung von Formkonstanz, Erkennen der Raumlage, Erfassung räumlicher Beziehungen
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Ergebniswerte:
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Untertestspezifische sowie auf den Gesamtwert bezogene Mittelwerte, Standardabweichungen und Prozentränge
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Altersbereich:
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4;0 bis 8;11 J.
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Dauer:
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Durchführung: ca. 30-45 Min.
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Auswertung: ca. 10-15 Min.
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Standardisierung:
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Material: voll
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Durchführung: voll
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Gütekriterien:
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Objektivität: ja
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Reliabilität: ja
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Anmerkungen:
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Das Verfahren befindet sich in der Überarbeitung, es wird für 2007 die Veröffentlichung eines FEW-II mit geringerem motorischen Anteil erwartet.
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Konzeption
Das Verfahren beruft sich auf formalistische und funktionalistische Wahrnehmungstheorien. Es wird dabei die Auffassung vertreten, dass neben allgemeinen Gesetzmäßigkeiten der Wahrnehmungsorganisation eine wechselseitige Abhängigkeit zwischen der Wahrnehmung und anderen psychischen Funktionen besteht. Beim FEW wird angenommen, dass visuelle Wahrnehmung als multifaktorielles Geschehen zu beschreiben ist und dass umschriebene Lernstörungen häufig mit umschriebenen Wahrnehmungsbeeinträchtigungen einhergehen. Dabei wird die Auffassung vertreten, dass den folgenden Wahrnehmungsbereichen eine besondere Bedeutung zukommt:
- Visuo-motorische Koordination,
- Figur-Grund-Unterscheidung,
- Aufrechterhaltung von Formkonstanz,
- Erkennen der Raumlage und
- Erfassung räumlicher Beziehungen.
Diese Bereiche sollen eine große Bedeutung für die allgemeine Intelligenzentwicklung besitzen, die mit dem Beginn des fünften Lebensjahrs durch eine Anzahl qualitativ neuer kognitiver Leistungen (anschauliches Denken) gekennzeichnet ist. Der FEW ist konzeptionell eingebettet in Frostigs integratives Konzept früher visueller Wahrnehmungsförderung.
Aufgaben
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Durchführung
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Auswertung
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Interpretation
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Normierung
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Gütekriterien
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Kritik
Das dem FEW zu Grunde liegende Wahrnehmungskonzept ist nicht mehr aktuell, die Struktur der visuellen Wahrnehmung muss deutlich erweitert werden. Auch die ursprüngliche Annahme, dass Beeinträchtigungen der visuellen Wahrnehmung für die meisten schulischen Lernprobleme verantwortlich sind, wurde widerlegt. Für Kinder, die nicht schwerpunktmäßig rechtsdominant lateralisiert sind, erfolgt keine faire Testung. Dokumentierte Leistungsunterschiede zwischen den Ergebnissen von Einzel- und Gruppentestungen deuten darauf, dass allein die Gruppensituation zu Fehlurteilen (= Minderleistungen) führt. Das Verfahren hat sich dennoch über mehrere Jahrzehnte in der diagnostischen Praxis fest etabliert, viele eklektisch zusammengestellte Wahrnehmungs- und kognitive Leistungstests bedienen sich bis heute einzelner Elemente des FEW. Die geschilderten Probleme führten in den USA zur Überarbeitung des Vorläuferverfahrens (DTVP), das nun als DTVP-2 mit acht Untertests – davon lediglich noch vier mit motorischer Komponente – die Wahrnehmungsleistung differenzierter erfasst.
Aktuell ist die Veröffentlichung des FEW-2 erfolgt!
[Die vollständige Testbesprechung finden Sie bei Petermann & Macha, 2005]
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